Apples Java-Support

Nur, falls das irgendjemand durch die ganzen Blogs, Techs & Co missverstanden hat:

The runtime provided by Apple (effectively everything in the .jdk bundle) is deprecated, but will continue to be supported throughout the service lifetimes of 10.5 and 10.6. The JavaVM.framework and it’s sub-frameworks are still supported API.

(Mike Swingler, Java Engineering, Apple Inc.) Quelle

Die Runtime ist „Java“, während das Framework quasi nur eine Schnittstelle ist. Und diese Schnittstelle ist *nicht* deprecated. Ganz im Gegenteil, sie wurde im letzten Update sogar aufgewertet (zugegeben, die Möglichkeit mehrere unterschiedlicher JVMs ist nur auf OSX ein Novum).

Der Laufplan für die Diplomarbeit

Ich hatte eben in den alten E-Mails gesucht, da ich mal „aufgeschrieben“ hatte, was man alles für die Anmeldung [sic!] zur Diplomarbeit benötigt. Ich stelle den mal kommentarlos zur Verfügung.

Hallo zusammen,

wer gedacht hat, das Anmelden zur Diplomarbeit wäre bei der FH easy, der hat die Rechnung ohne das Prüfungsamt gemacht. Leider steht folgende Todo-Liste NICHT online, wohl aber findet man aber Formulare auf dieser Seite http://www.studium.fh-koeln.de/service/formulare/u/01256.php – wer also schon mal eine Diplomarbeit geschrieben hat, der weiß wie der Hase geht.. der Rest steht nur dumm da.

Erstens: Der Antrag auf Zulassung
Weil es ein Amt ist, gibt es keine „Anmeldung“, aber einen „Antrag auf Zulassung“. Klingt komisch, ist aber so. Den „Antrag auf Zulassung zur Diplomarbeit und Kolloquium…“ muss in _zweifacher_ Ausfertigung abgegeben werden.. und nein, das war noch nicht alles..

Zweitens: BAFÖG
Für diejenigen, die BaFög erhalten haben, müssen das zugehörige Formblatt abholen. Diejenigen, die kein BaFög erhalten haben, müssen aber auch ein Formular ausfüllen.. nämlich um zu unterschreiben, das sie.. ui, richtig.. kein Bafög bekommen haben. Warum? Die besten 30 Absolventen müssen weniger zurückzahlen. Eigentlich ja keine schlechte Sache.

Drittens: Alle Guten Dinge sind drei – Externe Arbeiten
Sollte man außerhalb der FH eine Arbeit schreiben – was ja durchaus vorkommen wird – so benötigt man ebenfalls das Formblatt „Betreuerin/Betreuer der Diplomarbeit aus der Industrie/Wirtschaft“.. da bei ist es völlig egal, ob der externe Betreuer wirklich in Industrie/Wirtschaft sitzt, man könnte auch schreiben „nicht aus der FH Köln“. Richtig geraten, dieses Formblatt muss auch _zweifach_ ausgefertigt abgegeben werden.

Der aufmerksame Leser, der gut im Kopfrechnen ist, sollte im schlimmsten Fall auf fünf Formulare gekommen sein, die auszufüllen sind.

Viele Grüße aus Köln,
Jan

Jegliche Form von versteckter Ironie, Sarkasmus oder bösen Witzen sind rein zufällig. Wirklich.

Java auf dem Mac

Mit dem jüngsten Java-Update hat Apple angekündigt, dass ihre eigene Java-Version als „deprecated“ markiert wurde und das nach dem üblichen Support-Lifecycle eine Java-Entwicklung eingstellt wird.

Oder, mit anderen Worten:

  • OS X 10.6 „Snow Leopard“ ist die letzte OS X Version, die ein vor-installiertes Java (JVM+JDK) besitzt und innerhalb der üblichen Apple-Updates aktualisiert wird;
  • Apple hat mit dem jüngsten Update einige Änderungen in der internen Java-Framework-Architektur gemacht, damit parallele JVMs (und auch Nicht-Apple-JVMs) besser erkannt werden können und (einfacher) aktiviert werden können (ein nahe liegende Grund ist bspw. das Testen einer Developer-JVM, was bisher entweder gar nicht ging oder nur mit großem Aufwand);
  • Apple macht damit in Zukunft genau das gleiche wie Microsoft.

Viel FUD kommt aber in einigen (Java-)Entwickler- oder Apple/Mac-Communities (oder auch der offiziellen Java-Mailingliste von Apple) auf, da die Ankündigung wahlweise als Java-Verbannung, „Jobs hates Java“ oder sonstiger streng objektiven Aussagen interpretiert wird.

Zunächst einmal bedeutet das Wort „deprecated“ nur, das beim Release der Schnittstelle/des Frameworks die „deprecated“ Komponente eben zu einem späteren Zeitpunkt hinfällig wird. Damit ist also nicht etwa eine „veraltete [Java] Technik“ gemeint. Also, Apple sagt nur, das ihre eigene entwickelte JVM eingestellt wird. (Genau das steht auch in den Release Notes.)

Zusammengefasst kann man als Java-Mac-Entwickler derzeit nur sagen:

  • Schade, dass man sich auf lange Sicht in Zukunft nicht mehr auf der sicheren Seite bewegt, das eine JVM (und sogar JDK!) auf dem OSX-System vorhanden ist. Auch dort wird man also in einigen Monaten Hinweise auf das Vorhandensein von Java oder automatische Installationsangebote wiederfinden.
  • Schade, dass es kein Vendor-Java gibt. (Es gibt Vorteile).
  • Schön, denn die Releasezyklen sind bestenfalls so gut wie von Sun (Oracle), nie besser. Und aus der Vergangenheit wissen wir, dass OS X teilweise Wochen bis Monate (und im Falle von Java 6 sogar Jahre) auf neue Versionen warten musste. Das wäre bei Sun nicht passiert.
  • Schön, denn die interne Grundlage mit dem jüngsten Update sorgt dafür, dass OS X‘ Java-Framework-Komponente erst wirklich Non-Apple-JVM-tauglich ist.

Wirklich schlimm wäre es nur, wenn sich entweder keiner für eine (offizielle) Weiterentwicklung zur Verfügung stellt oder die einzige Weiterentwicklung nur mit X11 funktioniert. Beides würde dann tatsächlich das Aus bedeuten. Diese beiden Alternativen halte ich jedoch für unwahrscheinlich.

Zum Thema auch folgender Beitrag. Man beachte die beiden Kommentare von Ottinger und Gosling.

Und auch der hier, mit dem guten Hinweis auf die Apple Extension, die natürlich „in Gefahr“ sein könnte. Für diejenigen, die die überhaupt benötigen.