Mehrheit der Deutschen für "Killerspiel"-Verbot?

Nach einer Meldung bei Heise – welche sich auf eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach berufen – sind knapp zwei Drittel der deutschen Bevölkerung für ein gesetzliches Verbot.

 

 

Liebes Deutschland – also echt. Ich werfe mal folgende Fragen dazu auf:

  1. Warum haben nur wir in Deutschland – mit dem derzeit sogar bereits existierenden schärfsten Auflagen – ein Problemanalysetunnel, der uns sagt, dass nur Killerspiele an allem Schuld sind? Warum haben andere Länder das nicht? Wir sind die einzigen „Schlauen“?
  2. Angenommen, es würde tatsächlich zu einem gesetzlichen Verbot kommen. Was soll das bringen? Diejenigen, die eh schon veranlagt sind, werden in wenigen Minuten im Internet eine Möglichkeit finden, doch dieses Spiel zu bekommen. Das ist ein Trugschluss, denn gesetzlich verbieten != nicht möglich.
  3. Merkt keiner, dass von den eigentlichen Problemen abgelenkt werden? Killerspiel-Verbot ist keine Ursachenbekämpfung, sondern ein Verbot einer Wirkung.

Wir sind in einem Land, wo man gleichberechtigt zum Wehrdienst gezwungen wird (ja, oder man entscheidet sich für ZVD oder einem „Umgehen“) – warum soll das im Zweifel weniger schlimm sein, als ein Spiel?
Weil es ein Computerspiel ist? Weil das die ältere Generation nicht kennt, nicht versteht? Die Tagesschau, jeder andere Nachrichtensendung darf zu Unter16J-Zeiten Bilder zeigen, die in Computerspielen nicht mal ab 18 gezeigt werden.. die dürfen das.

Wer keine Ahnung hat, der hat genau zwei Möglichkeiten: Entweder er macht sich schlau, worum es eigentlich geht, oder er hält sich bedeckt – sprich er hält die Klappe. Nur dran halten tun sich die wenigsten – oder wie sonst die peinlichen Pannen mancher Medienorganne zu bewerten: Counterstrike sagen, Doom zeigen. World of Warcraft sagen, mit C&C Generals erklären. Von Killerspielen wie Counterstrike reden, aber Nischenprügelspiele zeigen.
Das ist schlecht recherchiert, das ist peinlich, das ist arm.