Microsofts Windows Live greift Google an..

Microsoft hat seinen Windows Live als Beta rausgebracht.

Dem geĂŒbten Betrachter werden direkt die Parallel zu Googles personalierter Startseite auffallen; auch bei Windows Live kann man einzelne Elemente, z.T. auch Gadgets genannt, auf dem Fenster hin und her schieben.

Interessant ist, das die Anwendung im Firefox ohne Probleme funktioniert 🙂
Außerdem sei zu erwĂ€hnen, das ein Blick in den Quellcode zwar entliche ValidĂ€tsfehler meldet (tut aber fast jede Seite im Netz), im Gegensatz zum Google-Code aber eine scheinbare saubere Struktur hat (XHTML, XML, Ajax). Optisch und in Sachen der BedienfĂŒhrung kann Google auf jeden Fall hier noch etwas (mehr) abgucken – so wie Microsoft es wohl bei Google getan hat (mit einem besserem Endresultat).

Mir spontan aufgefallen:

  • 1-, 2-, 3- oder 4-Spaltenlayout fĂŒr die Seiten
  • mehrere Seitendefinitionen möglich
  • Suchanfragen werden mutmaßlich ĂŒber Ajax abgefragt und in einem dynamischen Resultatefenster angezeigt
  • Resulate einer Newsanfrage können durch einen Regler in verschiedenen Detailstufen angezeigt werden

Nebenbei: Interessantes Feature ist, dass bei jedem Suchergebnis noch ein zusĂ€tzliches Feld "Auf dieser Seite suchen" erscheint; sobald es dazu einen Hack fĂŒr Google gibt, hat mein FĂŒchslein eine Erweiterung mehr 🙂 Das finde ich nĂ€mlich praktisch!

Weitere Kooperation von Firefox & Google

Es hört sich erstemal ganz toll an: Nachdem Microsoft mit EinfĂŒhrung des Internet Explorer 7 (demnĂ€chst unter dem Namen Windows Internet Explorer) einen integrierten Phishing einbauen möchte, zieht jetzt der Firefox nach. ZukĂŒnftige Versionen beider Browser sollen so den Nutzer warnen, wenn er eine Seite betrifft, die potenziell verdĂ€chtig ist.

Das ganze System kann natĂŒrlich nur sinnvoll sein, wenn man neben einem
ĂŒblichen Algorithmus zur Erkennung auch eine Blacklist abfragt. Und
letzte wird aus distributiven GrĂŒnden natĂŒrlich zentral sein, also wird
man die URL an einen Server schicken mĂŒssen.

Bei Microsoft ist die Sache klar: "Big Brother will wieder Daten
schnĂŒffeln." Etwas anderes fĂ€llt den Leuten dazu nicht ein – sei
dahingestellt, ob es wirklich so ist – Behauptungen sind es allemal.

Interessanterweise
gibt es aber nur einen Teil, der sich die glichen Gedanken auch bei
Google macht. De facto haben wir nĂ€mlich einen ebenso großen
Monopolisten auf seinem Gebiet in Aktion.

Google hat erreicht,
das es die voreingestellte Suchmaschine des Mozilla Firefox Browsers
ist; als Gegenleistung wurde neben einer individuellen
Firefox-Google-Startseite nun die o.g. Kooperation gemacht. Googles
Service, die URLs zu prĂŒfen, wird von der Mozilla Foundation bzw. den
Entwicklern von Firefox dankend angenommen – der Preis ist eine
Erweiterung, die durchaus (im aktivierten Zustand) ein Attribut

"Nach-Hause-Telefonieren" hat. Im ĂŒbrigen das gleiche wie beim IE, denn
ohne Aktivierung macht der auch keine Meldung. Aber Trollen ist das eh egal.

Resultat: Ein weiterer Schritt, wo der Firefox an Anerkennung verliert. Der kleine, alternative Browser von damals – den gibt es nicht mehr. Das ehemalige Projekt, was aus der ĂŒberfĂŒllten Mozilla Suite entnommen wurde, ist mittlerweile selber groß – zu groß.

Die Entwicklung des IE7 zeigt, was auch wichtig ist: Begrenzung auf das Notwendige: MS neuster Streich bietet minimalistische Funktionen, aber eben die, die man wirklich braucht. Sogar das Menu ist standardgemĂ€ĂŸ nicht aktiviert – denn seien wir ehrlich: Wann brauchen wir es?

Firefox und seine vielfĂ€ltigen Funktionen, seine UnabhĂ€ngigkeit und seine Features – alles gut und schön! Aber warum muss man dann die Fehler der Konkurrenz und der Vergangenheit wiederholen?

Newsmeldung:
Quelle: pcwelt.de